21. Juni 2012
Kann man mit den "Tafeln" wirklich die Armut bekämpfen? Nein, meint der Soziologe Stefan Selke von der Universität Furtwangen. Im Deutschlandradio Kultur kritisierte er die Einrichtungen als "Verkitschung des Sozialen". Was er damit meint: Die Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln sei keine Hilfe mit Weitsicht. Es würden Almosen verteilt, die die Bedürftigen abhängig machten. Mit wirklicher Armutsbekämpfung habe das nichts zu tun. Selker meint, die Sozialpolitik müsse sich grundlegend ändern. Es reiche nicht, Wunden nur mit Pflastern zu versorgen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)