21. Juni 2012
Aus Birma werden seit Wochen Unruhen gemeldet, an denen Buddhisten und die muslimische Minderheit der Rohingya beteiligt sind. Die Rohingya leben überwiegend im Westen von Birma, im Bundesstaat Rakhine. Schätzungen zufolge beläuft sich ihre Zahl auf bis zu eine Million.
Das Problem: Die Rohingya sind staatenlos, weil sie von der birmanischen Regierung nicht anerkannt werden. Die Regierung argumentiert, die Rohingya seien erst in jüngerer Zeit ins Land gekommen, und zwar als illegale Einwanderer und zumeist aus Bangladesch. Unter Historikern gibt es aber auch die Theorie, dass die Volksgruppe schon seit Jahrhunderten in Rakhine ansässig ist.
Laut UNO sind die Rohingya eine der meist-bedrohten Minderheiten der Welt. Zuletzt haben viele versucht, in Bangladesch Zuflucht zu finden, wurden aber an der Grenze abgewiesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)