21. Juni 2012
Die Energie der Gebirgsflüsse verändert die Infrastruktur im Westen von Nepal. Die "International Herald Tribune" berichtet über Mini-Wasserkraftwerke in dem asiatischen Staat - damit sind Anlagen gemeint, die im Schnitt weniger als 100 Kilowatt Strom erzeugen - zum Vergleich: Der Drei-Schluchten-Damm in China generiert 22.500 Megawatt.
Das Blatt nennt als Beispiel für ein Minikraftwerk in Nepal den Kalung Khola Fluss. Seit gut einem Jahrzehnt liefert es Strom. Die Energie wurde anfangs für die Beleuchtung von Dörfern genutzt, später dann für neue Geschäftszweige, etwa für elektrisch betriebene Getreidemühlen. Das Minikraftwerk habe kaum Folgen für die Umwelt, schreibt die Zeitung. Es speise sich direkt aus dem Fluss, habe knapp 30.000 Dollar gekostet und erzeuge Strom für 1.000 Menschen. Insgesamt gibt es in Nepal rund 2.200 Miniwasserkraftwerke, die unter anderem vom Staat und der UNO finanziert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)