21. Juni 2012

Nigerianische Internetbetrüger selektieren leichte Opfer

"Ich kontaktiere Sie bezüglich des Transfers einer sehr großen Summe Geldes vom Konto eines Verstorbenen."

Wer E-Mails mit solchem oder ähnlichem Inhalt bekommt - zudem in holpriger Sprache und von einem Unbekannten, der nach eigenen Angaben aus Nigeria stammt - wird wohl in aller Regel misstrauisch. Trotzdem funktioniert der "Nigeria-Scam" genannte Betrug in einigen Fällen. Den Gründen dafür geht Microsoft-Forscher Corman Herley in einer Analyse nach, über die die britische Zeitung "The Register" berichtet.

Herley kommt zu dem Schluss: Misstrauische Internetnutzer werden durch dem plumpen Betrug direkt ausgefiltert - oft sogar schon beim Wort "Nigeria". Wer tatsächlich auf eine solche Mail antworte, habe sich bereits als leichtes Opfer zu erkennen gegeben. Das mache den Betrug anschließend umso einfacher.

Der "Nigeria-Scam" ist ein sogenannter Vorschussbetrug. Der Betrüger gibt an, dem E-Mail-Empfänger aus abstrusen Gründen eine große Summe Geld überweisen zu wollen. Als Gegenleistung benötige er aber zunächst einen Vorschuss, beispielsweise um damit Gebühren zu bezahlen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)