21. Juni 2012

Schlachthöfe betäuben nicht immer gut genug

In deutschen Schlachthöfen kommt es immer wieder zu gravierenden Mängeln beim Tierschutz. Das geht aus der Antwort des Bundesagrarministeriums auf eine parlamentarische Anfrage hervor. Demnach ist vor allem die Betäubung ein Problem. Die Mängel führten laut internationalen Studien dazu, dass Tiere das Wahrnehmungs- und Empfindungsvermögen wiedererlangten - auf diese Weise gelangten wache und reagierende Schweine in die Brüh-Anlage. Die "Fehlbetäubungsrate" könne bis zu jedes achte Tier betreffen, wenn Betäubungsanlagen zum Einsatz kämen, die von Hand bedient würden. Die Grünen kritisieren, dass die Bundesregierung sich weigere, einen Zusammenhang zwischen dem Zeitdruck der Akkordarbeit und den Tierschutzmängeln anzuerkennen. In großen Höfen werden bis zu 750 Schweine pro Stunde betäubt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)