22. Juni 2012

Unterm Rettungsschirm gedeiht der Wettbewerb

Der Rettungsschirm der EU ist eigentlich ein Treibhaus - für die Wettbewerbsfähigkeit der Länder, die sich unter ihn gestellt haben. Das geht aus einer Studie hervor, über die die "Financial Times Deutschland" heute berichtet. Demnach sind insbesondere Irland und Spanien seit 2008 deutlich konkurrenzfähiger geworden - zwei Länder also, die zuletzt eng mit dem Wort Krise verbunden waren.

Jetzt hat das Forschungsunternehmen "The Conference Board" herausgefunden: Die Krise hatte für diese Länder auch Vorteile, denn die sogenannten Lohnstückkosten sind gesunken. Sie drücken aus, wie viel Lohn für ein Produkt oder eine Dienstleistungseinheit bezahlt werden muss. In den Krisenländern ist das weniger als etwa in Deutschland, Österreich oder Finnland.

Mit am wenigsten aber zahlt man im Mutterland der Krise: in Griechenland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)