22. Juni 2012
Finden sich im Erbgut der Äthiopier wirklich Spuren der legendären Königin von Saba? Forscher der Universität Cambridge schließen das nicht mehr aus, nachdem sie das Genom von 188 Äthiopiern aus zehn verschiedenen Volksgruppen untersucht haben.
Der Überlieferung nach reiste die Königin von Saba vor etwa 3.000 Jahren aus dem Gebiet des heutigen Jemen zu König Salomo nach Jerusalem. Dort zeugte sie mit ihm Menelik, den Stammvater der äthiopischen Könige
Wie die Forscher im Fachmagazin "American Journal of Human Genetics" schreiben, halten sie diese Geschichte für gar nicht so unwahrscheinlich. Denn ebenfalls vor 3.000 Jahren hätten sich Gene nicht-afrikanischen Ursprungs in das Erbgut der Äthiopier gemischt. Vermutlich stammten sie aus der Levante, einem Gebiet am östlichen Mittelmeer, das heute unter anderem Israel umfasst - also auch Jerusalem, wo der Sohn der Königin von Saba gezeugt worden sein soll.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)