22. Juni 2012
Stress ist nicht immer Gift für die Gesundheit. Wenn er nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend für jeweils ein paar Minuten oder Stunden auftritt, dann kann er das Immunsystem sogar stärken. Das haben Mediziner der Stanford Universität in Experimenten mit Ratten herausgefunden.
Im Fachjournal "Journal of Psychoneuroendocrinology" zeigen sie auf, welche Prozesse vorübergehender Stress im Körper auslöst. Demnach werden Hormone ausgeschüttet, die im ganzen Körper Immunzellen mobilisieren. Andere schickten Lymphozyten zur Haut mit dem Ziel, frische Wunden zu schließen.
Aufgrund dieses neuen Verständnisses hoffen die Forscher, den Stresshormonspiegel im Blut irgendwann so steuern zu können, dass sich der Genesungsprozess nach Operationen oder schweren Verletzungen gezielt fördern lässt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)