22. Juni 2012
Vom Zentrum des römischen Reiches bis nach Japan waren es 10.000 Kilometer. Trotz dieser Entfernung haben Archäologen nun in der Nähe von Kyoto römische Glasperlen gefunden - in einem Grabhügel. Wie das Nara-Forschungsinstitut mitteilte, handelt es sich um drei fünf Millimeter große Exemplare. Sie wurden offenbar zwischen dem ersten und dem vierten Jahrhundert nach Christus von römischen Handwerkern gefertigt. Das schließen die Wissenschaftler aus gelblichen Spuren von Natron, das im alten Rom zur Glasherstellung benutzt wurde.
Auf welchem Weg die Perlen die Strecke bis nach Japan zurückgelegt haben, ist noch nicht klar. Das wollen die Forscher als nächstes herausfinden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)