22. Juni 2012

Wie unser Gehirn Wunder verarbeitet

Wenn eine alte knorrige Birke plötzlich anfängt zu sprechen, dann ist das für die meisten ein Wunder. Für die Wissenschaft jedoch ist das "minimal kontra-intuitiv": Es widerspricht der Intuition, wenn auch nicht in allen Punkten. Denn der Baum sieht immer noch aus wie ein Baum, daher das Wort "minimal".

Mit Dingen wie diesen beschäftigen sich Forscher in Berlin, im Rahmen des Exzellenz-Clusters "Languages of Emotion". Sie versuchen zu erklären, wie das Gehirn Wunder, Märchen und Mythen verarbeitet. Dazu haben sie hunderte mehr oder weniger wundersame Geschichten erfunden. Sie lesen sie Probanden vor und messen deren Gehirnströme. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Gehirn und Geist" wird von ersten Erkenntnissen berichtet. So können wir uns an Geschichten mit einem Wunder wahrscheinlich besser erinnern als an normale. Denn das Gehirn braucht länger, um sie zu begreifen und verarbeitet sie dadurch tiefer.

Die Zeitschrift "Gehirn und Geist" erscheint am 25. Juni 2012.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)