25. Juni 2012

Narzissen könnten bei Behandlung neurologischer Krankheiten helfen

Blumen sind schön anzusehen und deshalb nach Ansicht vieler gut fürs Gemüt. Irgendwann könnten sie auch noch einen anderen Nutzen haben - das gilt jedenfalls für bestimmte Narzissenarten. Denn ein Forscherteam von der Universität Kopenhagen hat herausgefunden, dass sie dabei helfen könnten, neurologische Krankheiten besser zu behandeln. Bestimmt Bestandteile darin sind nämlich in der Lage, die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden. Das ist die Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem zentralen Nervensystem, die das Gehirn schützen soll. Weil viele Wirkstoffe die Schranke nicht überwinden können, wird die Behandlung von Krankheiten mit Medikamenten schwieriger.

Die Forscher schreiben in einem Fachmagazin ("Journal of Pharmacy and Pharmacology"), die Narzissen-Bestandteile könnten irgendwann helfen, Wirkstoffe durch die Schranke zu schleusen. Das könne auch der Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen zugute kommen. Es sei allerdings noch sehr viel Forschung nötig.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)