25. Juni 2012
Vor rund einem Jahr gab es in der chinesischen Bohai-Bucht im Gelben Meer eine Ölpest. Mehr als 6.000 Quadratkilometer Meeresfläche wurden dabei verseucht. Nun haben die Umweltbehörden einen Dreijahresplan zur Sanierung der Gewässer und zur Schadensbehebung vorgestellt. Bis 2015 soll demnach die Fischerei in der Bucht wieder hergestellt sein. Dafür sollen insgesamt 3,4 Milliarden Jungfische ausgesetzt werden. Außerdem habe man für die geschädigten Fischer in den Anrainerprovinzen einen Fonds eingerichtet. Insgesamt belaufen sich die Sanierungskosten auf knapp 340 Millionen Euro.
Die Mittel kommen sowohl von der chinesischen Regierung als auch von den verantwortlichen Ölfirmen, darunter ConocoPhillips, die die leckgeschlagene Ölpplattform betrieben hatte. Ursprünglich hatte das Umweltministerium die Ölfirmen verklagen wollen. Man hatte sich dann aber außergerichtlich geeinigt. Auch private Schadenersatzforderungen von Fischern seien damit abgegolten.
Rechtsexperten und Umweltwissenschaftler kritisierten, die Vereinbarung zwischen Staat und Unternehmen mache sowohl die Untersuchung der Ölunfälle als auch die Mittelverteilung intransparent.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)