25. Juni 2012
Auch Hobbyastronomen können wichtige Entdeckungen im All machen. Der Astrophysiker Thomas Eversberg plädiert in der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" dafür, die Beiträge von Amateuren für die Forschung nicht zu unterschätzen. Durch die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre hätten Amateure nahezu die gleiche Technik zur Verfügung wie die Profis. Außerdem könnten Wissenschaftler wegen der knappen Beobachtungszeit an den großen Teleskopen häufig nur Schnappschüsse von Himmelsobjekten machen. Hier könnten Amateure mit Langzeitbeobachtungen helfen. Eversberg empfiehlt die Spektroskopie, also die Beobachtung und Analyse des Strahlungsspektrums von Sternen. Dabei würden zum Beispiel massereiche Sterne untersucht, über die noch wenig bekannt sei.
Bei der Auswertung der Daten sollten sich Hobbyastronomen aber Hilfe von Profis holen. Und die, bedauert der Astrophysiker, wüssten häufig noch zu wenig vom Potenzial der Amateure.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)