25. Juni 2012

Himalaya: Sammler eines Raupen-Pilzes verursachen Umweltschäden

Ein Pilz, der auf Raupen im Himalaya wächst, ist wertvoller als Trüffel. Menschen, die an seine medizinische Wirkung glauben, zahlen für knapp 30 Gramm bis zu 800 US-Dollar. In der traditionellen Medizin gilt der Pilz als potenzfördernd - manche nennen ihn "Himalaya-Viagra". Er befällt die Raupen als Parasit und tötet sie anschließend.

Weil sein Verkauf so lukrativ ist, suchen danach im Himalaya inzwischen jährlich tausende Menschen. Dem Online-Magazin "Asian Scientist" zufolge hat sich die Zahl der Pilz-Ernter stark erhöht - so sehr, dass sie im Grenzgebiet von Nepal und Tibet inzwischen Umweltschäden verursachen. Wenn sie dort das Gras zertrampeln, finden die Yaks der Bauern zudem weniger zu fressen. Allerdings wird die Lage auch für die Pilzsammler immer schwieriger: Je mehr von ihnen unterwegs sind, desto weniger Ertrag bleibt für jeden einzelnen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)