25. Juni 2012
Deutschland wäre am liebsten die Schweiz: Wohlstand mehren, Nabelschau betreiben und die Welt Welt sein lassen. Das schreibt Stephan Bierling, Regensburger Professor für Internationale Politik, in der "Süddeutschen Zeitung". Dabei sei eine Debatte über die internationale Rolle Deutschlands sehr wichtig. Aber in der Politik sei Außenpolitik ein Karrierekiller - die Parteibasis beschwere sich bei ihren Außenpolitikern, sie seien zu oft im Ausland. Der Politikwissenschaftler kritisiert auch seine Wissenschafts-Kollegen: Sie kümmerten sich vor allem um theoretische Probleme wie immer unverständlichere Begriffe.
Für Bierling ist aber klar: Die Schweiz könne die neutrale Schweiz bleiben. Deutschland als größte Macht Europas könne sich dagegen eine außenpolitische Orientierungslosigkeit nicht leisten. Ansonsten drohe ihm die Bedeutungslosigkeit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)