25. Juni 2012
Wildkameras sollen das Leben von Wild filmen - manchmal filmen sie aber auch das wilde Leben. Das ist erst kürzlich einem österreichischen Politiker passiert, der beim außerehelichen Sex im Wald abgelichtet wurde. Und auch in anderen Fällen werden immer wieder Menschen ohne ihr Wissen aufgenommen - denn die Infrarot-Technik ist unsichtbar. Deswegen kritisieren inzwischen Datenschützer die Geräte - zum Beispiel der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Kranig jetzt im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Die aufgenommenen Bilder würden von den Wildkameras auch live an den Besitzer gesendet, der rechtlich gesehen Aufnahmen von Menschen sofort löschen müsste. Die bayerische SPD forderte Klarheit darüber, ob die Geräte überhaupt in öffentlichen Bereichen eingesetzt werden dürfen.
Die Wildkameras haben aber auch gute Seiten: In Niedersachsen gelang damit unlängst der Nachweis, dass es dort wieder Wölfe gibt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)