25. Juni 2012
Wie viele Menschen in ein Land einwandern wird zwar in fast allen Staaten der Welt erfasst. Forschern des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zufolge sind diese Daten aber nur bedingt miteinander vergleichbar. Deshalb haben sie einen neuen Ansatz entwickelt, mit dem sich die weltweite Migration erfassen lässt. Sie werteten den E-Mail-Verkehr von 43 Millionen Benutzerkonten der Firma Yahoo aus. Wenn ein Yahoo-Nutzer von einem Land in ein anderes umzog und dabei weiterhin sein E-Mail-Konto verwendete, konnten die Wissenschaftler das erkennen. Denn anonymisiert wurde auch erfasst, aus welchem Land die Mails geschrieben wurden. Außerdem lagen von jedem das Geburtsdatum und das Geschlecht vor - Daten, die sonst bei Migranten in manchen Ländern nicht erfasst werden.
Ein Ergebnis der Analyse: Nach dem Ausbruch der Finanzkrise nahm die Mobilität in den USA in den Jahren 2010 und 2011 deutlich zu. Es verließen mehr Menschen das Land. Das sei in diesem Zeitraum in fast allen entwickelten Staaten der Fall gewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)