25. Juni 2012
Ein Haus in einer wohlhabenden Gegend von Rangun in Birma war rund 15 Jahre lang das Gefängnis von Aung San Suu Kyi. Die Oppositionsführerin stand dort während der Militärdiktatur im Land unter Hausarrest. Im Erbstreit um dieses Haus hat Aung San Suu Kyi nun eine Schlappe eingesteckt. Ein Gericht sprach ihrem seit fast 40 Jahren in den USA lebenden Bruder Aung San Oo die Hälfte des Hauses zu. Ursprünglich hatte es dem Vater der beiden gehört, der 1947 ermordet wurde. Der Bruder von Aung San Suu Kyi hat sich politisch von seiner Schwester losgesagt und soll gute Beziehungen zum Militär gehabt haben, das sie einsperrte.
Das Haus verfiel über mehrere Jahre hinweg, wurde aber seit der Freilassung von Suu Kyi im November 2010 teilweise renoviert. Die Politikerin empfängt dort regelmäßig internationale Gäste, darunter im April dieses Jahres auch Außenminister Guido Westerwelle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)