25. Juni 2012
Strengere Rauchverbote und abschreckende Bilder auf Zigarettenpackungen reichen nicht aus. In Südkorea rauchen gut 44 Prozent aller Männer - das ist die höchste Quote aller Industrienationen. Das Land hat deswegen seine Anti-Tabak-Kampagne verstärkt. Das Militär hat zum Beispiel eine Klinik eingerichtet, die Wehrpflichtigen dabei helfen soll, von der Zigarette wegzukommen.
Für Kritik sorgen allerdings Initiativen von großen Konzernen wie Samsung. Bei der jüngsten Beförderungswelle wurden dort Nichtraucher bevorzugt. Die Firma überprüft in regelmäßigen Abständen mit Haar- und Urinproben, ob sich die Angestellten auch an das Rauchverbot halten. Für die koreanische Rauchervereinigung sind diese Kontrollen eindeutig ein Verstoß gegen die Menschenrechte.
Einen Bereich haben Südkoreas Politiker bislang aber noch nicht angetastet: eine Anhebung der Tabaksteuer. Noch immer kostet dort eine Schachtel Zigaretten umgerechnet weniger als zwei Euro.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)