25. Juni 2012
"Die Wirtschaftswissenschaften in Deutschland sind marktreligiös." Das sagte Stephan Schulmeister vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung im Deutschlandfunk. In den USA gebe es wesentlich mehr Pluralismus unter den Lehrmeinungen. An den deutschen Universitäten glaube man ausschließlich: Mehr private Initiative und weniger Einfluss des Staates seien gut für die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb habe es nach Ansicht vieler deutscher Experten in Ministerien oder Forschungseinrichtungen auch nicht so gravierende Folgen, wenn öffentliche Haushalte in Folge der Sparpolitik weniger Geld ausgäben.
Doch das sei falsch, sagte der österreichische Wirtschaftsforscher. Angesichts Sparpolitik in den Euro-Ländern fürchteten viele Unternehmen Einbußen, da zum Beispiel Angestellte im öffentlichen Dienst nach Lohnkürzungen weniger Geld zur Verfügung hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)