25. Juni 2012

Neues Satellitensystem soll Datentransfer schneller machen

Der Europäischen Raumfahrtbehörde geht es nicht schnell genug. Sie will die Daten ihrer Satelliten zügiger auf die Erde übertragen können. Ziel ist es, eine neue Datenautobahn vom All auf die Erde zu konstruieren. Wie die ESA berichtet, wurden dafür heute mehrere Verträge mit Partnerfirmen- und Organisationen unterschrieben. Das Projekt heißt EDRS, das steht für "European Data Relay System". Es ist also genau genommen, ein System aus Verteilerstationen. Die Raumfahrtexperten interessieren sich besonders für die Daten von Satelliten, die auf einer niedrigen Bahn um die Erde kreisen. Diese können nur dann Informationen übertragen, wenn sie Sichtkonkakt zu ihrer Bodenstation haben - das ist aber nur umgerechnet neun Minuten in der Stunde der Fall. Also sollen neue, sogenannte geostationäre Satelliten ins All geschossen werden. Diese haben eine höhere Umlaufbahn und kreisen nicht um die Erde, sondern bleiben immer über ihrer Bodenstation. Sie können die anderen Satelliten viel länger sehen, ihre Daten abfragen und dann an die Erde weiterleiten. Bis 2015 soll das System funktionieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)