25. Juni 2012
Sie düngen die Ozeane und halten gewaltige Ökosysteme am Leben. Die Rede ist von riesigen Staubfahnen - auch Staubdriften genannt - die von der Sahelzone in Afrika über den Atlantik bis hin zum amerikanischen Kontinent wehen. Bis zu 80 Prozent aller niedersinkenden Staubkörnchen in Florida stammen aus der Sahara. Das schreibt das Fachmagazin "Spektrum der Wissenschaft". Etwa 40 Millionen Tonnen, angereichert mit lebenswichtigen Mineralen wie Eisen und Phosphor, rieseln einer Schätzung zufolge jährlich über dem Amazonas-Regenwald nieder. Auf ihrem Weg nach Westen fallen zudem viele Staubkörnchen in den Atlantik. Sie tragen Eisen ins Meerwasser ein und regen dadurch das Wachstum von Phytoplankton an.
Weltweit sind schätzungsweise zwei Milliarden Tonnen Bodenpartikel pro Jahr mit dem Wind in Bewegung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)