26. Juni 2012
Psychologie ist im Fußball längst nicht alles. Nach Angaben des Sportpsychologen Henning Plessner hat die psychologische Komponente einen Anteil von fünf bis zehn Prozent. Die Verfassung der deutschen Mannschaft bei der laufenden Europameisterschaft bezeichnet er als sehr stabil. Sie habe die mentale Fähigkeit, den Titel zu holen.
Generell wirkt sich laut Plessner neben der psychischen Stärke der einzelnen Spieler auch der Teamzusammenhalt aus. Beim Elfmeterschießen etwa spiele die Reihenfolge der Schützen eine Rolle. Wenn ein Spieler wisse, dass sein Schuss die Niederlage bringen könnte, sei der Druck stärker, als bei dem Spieler, der vorlege.
Nach Plessners Einschätzung hat die körperliche Verfassung den größten Einfluss auf den Erfolg, mit einem Anteil von etwa 60 Prozent. Neben der Psychologie sei der Rest Zufall. Fußball sei eine der zufallsanfälligsten Sportarten überhaupt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)