27. Juni 2012
Von wegen einsamer Bücherwurm. Lesen trainiert mentale Prozesse, die wir auch im Alltag benötigen. Dieser Ansicht ist der Psychologe Keith Oatley. In der Zeitschrift "Gehirn und Geist" fasst er die aktuellen Forschungsergebnisse zusammen. Demnach sind fiktive Erzählungen Testläufe für das wahre Leben. Indem der Leser die Gefühle der Charaktere in den Büchern nachvollziehe, lerne er etwas über die menschliche Natur an sich. Wer sich in die Welt der Fiktion begebe, sei nicht etwa weltfremd und scheu - vielmehr stärke der Bücherwurm soziale Kompetenz und trainiere sein Empathievermögen.
Laut dem Psychologen Oatley zeigt sich bei Leseratten noch etwas: Wer mehr lese, sei auch besonders offen für neue Erfahrungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)