27. Juni 2012
Mexiko hat die USA längst überholt. Dort sind noch mehr Menschen fettleibig und deshalb chronisch krank. Auch viele andere Schwellenländer bekommen es mit mehr Wohlstand offensichtlich auch mit mehr Ernährungskrankheiten zu tun. Forscher der Universität Cambridge schreiben im Magazin "PLoS Medicine", dass Lebensmittelkonzerne ihren Anteil an dem Problem haben. Sie sorgten mit süßen Getränken und Fertigprodukten dafür, dass in Schwellenländern mehr Menschen schlecht essen.
Die Konzerne seien dort oft ähnlich stark vertreten wie in Industrieländern. Das führe dazu, das zum Beispiel in Vietnam und Indien immer mehr Limonade getrunken werde. Die Forscher argumentieren mit einem Vergleich zwischen Mexiko und Venuzuela. In Mexiko hätten die Konzerne durch ein Freihandelsabkommen mit den USA einen guten Zugang zum Markt. In Venezuela dagegen sei das nicht so. Dort werde auch weniger Limonade getrunken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)