27. Juni 2012
"Wir sind mehr von der Raumfahrt abhängig, als es vielen bewusst ist." Das meint der frühere Astronaut Thomas Reiter. Der "F.A.Z." sagte er, viele Satelliten, mit denen die Erde beobachtet werde, seien für die Forschung heute unverzichtbar. Sie lieferten Erkenntnisse, wie sich Wetter und Klima auf der Erde entwickelten. Auch Telekommunikation und Navigation seien ohne sie nicht möglich.
Als Gefahr für die Satelliten sieht Reiter die rund 6.000 Tonnen Weltraumschrott, die um die Erde kreisen. Sie müssten immer häufiger Ausweichmanöver fliegen, um nicht getroffen zu werden. Er schlägt deshalb vor, Satelliten mit so viel Sprit auszustatten, dass sie am Ende ihres Lebens noch in die Erdatmosphäre eintreten können, um zu verglühen.
Reiter ist heute Direktor für bemannte Raumfahrt bei der Europäischen Weltraumorganisation ESA.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)