27. Juni 2012
Es klingt so einfach: Wir halten den Klimawandel auf, indem wir Sonnenlicht wieder zurück ins Weltall befördern. Vereinfacht gesagt funktioniert so das solare Geo-Engineering. Der Klimaforscher Ken Caldeira von der Stanford Universität ist auf diese Methode spezialisiert. Im Gespräch mit der "NZZ" erklärt er, bei dem Verfahrem würden wenige Prozent des Sonnenlichts ins Weltall zurückgestreut. Dadurch werde die Erde gekühlt. Laut Caldeira könne das im Notfall rasch wirken und sei relativ billig.
Gleichzeitig weist er auf die Risiken hin. So reagierten Klima und Ökosysteme auf kleine Störungen ziemlich empfindlich. Am meisten kümmerten den Forscher aber die soziopolitischen Risiken. Begänne jemand damit das Verfahren erfolgreich einzusetzen, wäre die Versuchung groß, voll auf das Geo-Engineering zu setzen, statt Treibhausgasemissionen einzusparen. Das Geo-Engineering sei aber nur eine kurzzeitige Entlastung und keine Alternative zur CO2-Reduktion.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)