27. Juni 2012

Philosoph Türck hält nichts von Beschneidungsverbot

An das Thema Beschneidung kommt man weder medizinisch, noch juristisch heran. Das findet der Leipziger Philosoph Christoph Türcke. Damit spricht er sich gegen das vom Kölner Landgericht verhängte Verbot der Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen aus. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Türcke, vielmehr müsse man den magisch-religiösen Kern dieser Praxis erkennen. Die Beschneidung sei in jedem Fall eine frühe Erfahrung, die deutlich machen solle, Leiden gehöre zum Leben.

Die Beschneidung von Jungen ist als Initiationsritus in die jüdische und in die islamische Religion eingegangen. Beide führen sie auf Abraham zurück. Sie symbolisiert für sie die Opferung des eigenen Sohnes für Gott.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)