27. Juni 2012
"Wenn mir etwas zustößt, soll die Welt erfahren, dass die "New York Times" Schuld daran ist." Diesen Satz soll der Reporter Anthony Shadid in einem letzten Telefonat mit seiner Frau gesagt haben. Kurze Zeit später starb er auf dem Weg von Syrien in die Türkei - vermutlich an einem Asthmaanfall.
Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, erhob der Cousin des Reporters nun schwere Vorwürfe gegen die Redaktionsleitung der "New York Times". Diese habe Anthony Shadid zu einem Fußmarsch über die Berge von Syrien in die Türkei gedrängt, obwohl Shadid dafür nicht in der körperlichen Verfassung gewesen sei. Sowohl der Fotograf, der den Reporter begleitet hatte, als auch die Redaktion wiesen die Vorwürfe zurück. Man setze Reporter und Fotografen, die aus Krisen- oder Kriegsgebieten berichteteten, nicht unter Druck.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)