27. Juni 2012

Fußball-Mythen: Warum gefoulte Spieler Elfmeter schießen dürfen

Das Tor steht in der Mitte. Diese Fußball-Weisheit stammt von Franz Beckenbauer und spricht sich für ein Spiel durch die Mitte aus. Nach verbreiteter Meinung verspricht aber eher ein konsequentes Flügelspiel Tore. Daniel Memmert von der Sporthochschule Köln hat sich solche Fußball-Mythen aus wissenschaftlicher Perspektive angeschaut. Sein Ergebnis gibt Beckenbauer recht: Dribblings durch das Zentrum hätten statistisch gesehen eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit als Flanken. Das liege daran, dass die Verteidiger im Zentrum bei hohen Bällen die bessere Position hätten und auch der Torwart Bälle abfangen könne. Beim Dribbling bestehe hingegen die Chance, dass sich der Spieler eine gute Schussposition erarbeite oder im Strafraum gefoult werde.

Auch den Mythos, dass ein gefoulter Spieler eher einen Elfmeter verschießt, hat sich Memmert angesehen. Er erklärt, die Wahrscheinlichkeit eines Treffers liege immer bei 69 bis 70 Prozent. Statistisch habe es keine Auswirkung, wer den Elfmeter schieße.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)