27. Juni 2012

Nano-Farbe zeigt Belastungen an

Der Name verrät die Bestimmung: "Strain paint" - Belastungsfarbe - heißt eine neue Entwicklung der Rice Universität in Texas. Sie soll nach Angaben ihrer Erfinder Materialbelastungsprüfungen wesentlich erleichtern - sogar im All.

Die Farbe ist mit winzigen Nano-Röhrchen versetzt, die nach dem Anstrich an Ort und Stelle trocknen. Wird das Material, auf das sie aufgetragen sind, stark gedehnt, gestaucht oder anders beansprucht, werden diese Röhrchen beschädigt. Das kann man auf einfache Art und Weise sichtbar machen: mit Infrarotlicht. Laut den Wissenschaftlern ist das sogar für Astronauten möglich, die ihr Raumschiff vor dem Rückflug zur Erde noch einmal auf mögliche Schäden überprüfen wollen.

Zur Zeit sind Materialbelastungsprüfungen - auch an Häusern, Schiffen und Flugzeugen - sehr zeitaufwändig und kompliziert: Entsprechende Sensoren werden nur dort angebracht, wo hohe Belastungen zu erwarten sind. Alles andere muss manuell inspiziert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)