28. Juni 2012
In unserer Rubrik "Glasklar" geht es passend zu unserem Tagesthema um das "Beschneidungsfest". Im Judentum ist es üblich, einen Jungen am achten Tag seines Lebens zu beschneiden. Die Beschneidung wird "Brit Mila" genannt und ist durch rituelle Segenssprechungen geprägt. Das Ritual soll an den heiligen Bund erinnern, den Gott mit dem Stammvater Abraham geschlossen hat. Bei der Beschneidung erhält der Junge auch seinen jüdischen Namen. Auch im Islam wird die Beschneidung als integraler Bestandteil des Glaubens verstanden. Sie geht auf den Propheten Mohammed zurück. Im Islam kann die Beschneidung vollzogen werden, wenn der Junge noch im Säuglingsalter ist, etwa am siebten Tag nach der Geburt, oder auch im Alter von etwa sieben Jahren. Damit verbindet sich meistens ein großes Fest, das oft so aufwändig wie eine Hochzeit gefeiert wird.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)