28. Juni 2012
Die Oberfläche der Sonne ist alles andere als ruhig. Wie ein internationales Forscherteamim Fachmagazin "Nature" berichtet, gibt es dort zu jedem beliebigen Zeitpunkt etwa 11.000 Wirbelstürme aus heißem Sonnenplasma. Sie seien mehrere tausend Mal größer und stärker als irdische Tornados. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Stürme die Ursache für die hohen Temperaturen in den Außenbereichen der Sonne sind. Die Atmosphäre der Sonne ist nämlich mehrere Millionen Grad Celsius heiß, und damit heißer als die Oberfläche. Unter der Oberfläche wiederum ist es ebenfalls heißer. Der Theorie zufolge wirbeln die Tornados Sonnenplasma von unterhalb der Oberfläche nach oben in die Atmosphäre und heizen so die äußeren Bereichen auf.
Die Forscher hoffen, eines Tages ein ähnliches Prinzip in Kernfusionsreaktoren nutzen zu können, um damit auf saubere Weise Energie zu gewinnen. Bei der Kernfusion verschmelzen Atomkerne unter hohem Druck miteinander. Der gleiche Vorgang läuft auch im Inneren der Sonne ab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)