28. Juni 2012
Die Universtität München startet ein Forschungsprojekt, das ausloten soll, ob und wie Organe von Schweinen für Menschen in Frage kommen könnten.
Der Fachbegriff dafür ist "Xenotransplantation". Er bezeichnet die Übertragung von tierischem Gewebe und tierischen Organen auf den Menschen. Um den weltweit vorherrschenden Mangel an Gewebe- und Organspendern zu beheben, wollen Mediziner in Zukunft vor allem Schweine nutzen. Die Tiere seien vergleichsweise kostengünstig und ihre Anatomie ähnele der des Menschen. Da Schweine entwicklungsgeschichtlich aber rund 90 Millionen Jahre vom Menschen entfernt sind, stößt der menschliche Organismus das fremde Gewebe oder Organ ab. Dieses Problem zu lösen ist eines der Hauptanliegen der aktuellen Forschung zur "Xenotransplantation".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)