28. Juni 2012
Bei der Love Parade in Duisburg im Jahr 2010 kamen 21 Menschen ums Leben.
Die Ursachen dafür haben Forscher aus der Schweiz und den USA untersucht. Über den Artikel in einer Fachzeitschrift ("EPJ Data Science") berichtet das Magazin "Technology Review". Die Wissenschaftler verwendeten dazu Videoaufnahmen des Unglücks und simulierten das Geschehen im Computer.
Die Todesfälle kamen demnach weniger durch absichtliches Schubsen oder Fußtritte zustande. Vielmehr sei es zu sogenannten "Crowd Quakes" gekommen, übersetzt also etwa "Menschenmassen-Beben". Dabei handele es sich um zufällige Turbulenzen, die bei sehr dichten Ansammlungen von Menschen auftreten können. Wenn es dabei so eng wird, dass die Körper in direktem Kontakt zueinander stehen, kann sich der Druck stellenweise stark erhöhen. Dieser Druck breitet sich wellenartig über die Menschenmenge hinweg aus. Im Fall der Love-Parade-Katastrophe habe das dazu geführt, dass Menschen auf den Boden stürzten und überrannt wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)