28. Juni 2012
Im Science-Fiction-Film "Die phantastische Reise" lässt sich eine Gruppe von Menschen verkleinern und durchquert in einem winzigen U-Boot den menschlichen Körper, um ihn zu reparieren.
Gäbe es tatsächlich ein solches U-Boot, hätte es an einigen Stellen sicherlich Schwierigkeiten, vorwärts zu kommen. Denn das dichte Körpergewebe ist gar nicht so einfach zu durchdringen.
Forscher aus den USA berichten im Fachblatt "Angewandte Chemie" von einer neuen Methode, um winzige Objekte innerhalb des Körpers zu bewegen. Die Objekte, die sie getestet haben, nennen sie "Microbullets". Sie sind wie längliche Kegel geformt, mit Gold überzogen und etwa so groß wie viele Bakterien. Mithilfe eines Magnetfeldes können sie im Körper auf ein Ziel ausgerichtet werden. Am dickeren Ende des winzigen Kegels befindet sich eine bestimmte chemische Verbindung. Wenn die Forscher sie mit Ultraschall beschießen, verdampft sie explosionsartig und treibt die "Microbullets" mit einer Geschwindigkeit von mehr als 20 km/h vorwärts. Damit können sie laut den Wissenschaftlern auch in dichtes Körpergewebe eindringen.
In Zukunft könne diese Technik womöglich einmal dazu eingesetzt werden, um Krebsmedikamente direkt in einen Tomur zu transportieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)