29. Juni 2012
Vor 215 Jahren, am 29. Juni 1797, rief Napoléon Bonaparte während des oberitalienischen Feldzuges die Cisalpinische Republik aus. Cisalpinisch deshalb, weil sich "cis" vom lateinischen Wort für "diesseits" ableitet. Gemeint war damit eine Region in Norditalien, also diesseits der Alpen von Süden aus gesehen. Die neue Republik umfasste neben der damaligen Zispadanischen Republik auch die Lombardei, Verona, Brescia, Cremona, die Romagna und mehrere bis dahin schweizerische Gebiete.
Die Cisalpinische Republik war abhängig von Frankreich und hatte rund 3,5 Millionen Einwohner. Bereits zwei Jahre später wurde sie wieder aufgelöst - die russisch-österreichische Armee hatte das Gebiet erobert. Doch Napoléon ließ nicht locker, er proklamierte sie im Jahr 1800 aufs Neue und wandelte sie kurze Zeit später in die Italienische Republik um. 1805 schließlich wurde sie gemeinsam mit Venetien zum Königreich Italien. Und Napoléon? Der krönte sich in Mailand zum König.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)