29. Juni 2012

Chorea Huntington: Forscher testen Gendefekt im Labor zu reparieren

Es ist ein kleiner Schritt - aber vielleicht ein sehr wichtiger. US-Forscher haben erstmals einen genetischen Fehler repariert, der die Erbkrankheit Chorea Huntington auslöst. Das berichten sie im Fachmagazin "Cell Stem Cell". Die Krankheit ist bisher nicht heilbar. Sie wird dadurch ausgelöst, dass in einem Gen zu viele Kopien eines bestimmten Codes entstehen. Dadurch werden Zellen im Gehirn zerstört. Die Betroffenen verlieren zunehmend die Kontrolle über ihre Muskeln und haben psychische Ausfallerscheinungen. Langfristig führt Chorea Huntington zum Tod.

Den Wissenschaftlern gelang es nach eigenen Angaben in einem Laborversuch, das fehlerhafte Genstück in Stammzellen auszutauschen, die sie von einem Huntington-Patienten gewonnen hatten. Daraus hätten sich dann später in einer Kultur gesunde Vorstadien von Gehirnzellen entwickelt. Gelungen sei das zwar nur in sehr wenigen von über 200 Versuchen. Es sei aber ein entscheidender Schritt, um eines Tages eine Therapie für Chorea Huntington zu entwickeln.

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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)