29. Juni 2012
Säugetiere haben besonders gute Ohren. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Tektorialmembran im Innenohr. Sie ist dafür zuständig, dass mechanische Schwingungen in Nervenimpulse umgewandelt werden. Forscher der Ludwig-Maximilian-Universität in München haben jetzt nach eigenem Bekunden herausgefunden, dass ein Molekül die Elastizität dieser Tektorialmembran beeinflussen kann - und damit Einfluss darauf hat, ob das Ohr tiefe und hohe Schallfrequenzen wahrnehmen kann.
Fehlt das Molekül, können Frequenzunterschiede schlechter erkannt werden. Ob das Molekül funktioniert oder nicht, ist wiederum von einem Gen abhängig (CEACAM16). Um die Wirkung des Gens zu erforschen, schalteten die Forscher es bei Mäusen gezielt aus. Die betroffenen Nager konnten sowohl tiefe, als auch hohe Frequenzen schlechter hören, als ihre Artgenossen, bei denen das Gen aktiv war.
Ihre Erkentnisse haben die Wissenschaftler im "Journal of Biological Chemistry" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)