29. Juni 2012

Rumänischer Politiker will nicht von asiatischem Steppenvolk abstammen

Der neue rumänische Kulturminister macht sich Sorgen die Abstammung seiner Landsleute. Deswegen sollen unliebsame Untersuchungsergebnisse gar nicht erst zustande kommen.

Einem Bukarester Team von Archäologen wurde jetzt verboten, den ethnischen Ursprung mehrerer walachischer Fürsten aus dem 14. und 15. Jahrhundert zu untersuchen. DNA-Proben aus den Gräbern der Herrscher dürfen die Forscher nicht auswerten. Sie vermuten, dass die Fürsten von einem asiatischen Turkvolk abstammen oder aber Slawen waren. Diese Erkenntnis würde dem gängigen rumänischen Nationalmythos entgegenlaufen, nach dem die Rumänen aus einem romanischen Volk hervorgegangen sind.

Kulturminister Puiu Hasotti erklärte die Ergebnisse einer solchen Untersuchung für irrelevant: Wichtig sei doch nur, ob die Fürsten sich rumänisch gefühlt hätten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)