2. Juli 2012
Alle bisherigen Klimamodelle sprechen für eine Erwärmung des Klimas in der Antarktis. Sie beruhen unter anderem auf der Reflexion des Sonnenlichts durch den Schnee. Bisher galt: Mit den Temperaturen steigt die Größe der Schneeflocken. Damit sinke aber deren Fähigkeit zur Reflexion, und das führe zu einer Erwärmung des antarktischen Klimas um etwa drei Grad Celsius.
Forscher aus Frankreich und Kanada glauben nun aber, dass das so nicht stimmt. Wie sie im Fachmagazin "Nature Climate Change" schreiben, wurde nach ihrer Ansicht bei bisherigen Prognosen ein Faktor nicht genügend berücksichtigt. Aufgrund neuer Modellberechnungen sei nämlich davon auszugehen, dass die Schneemengen in Zukunft stiegen. Dadurch werde das Sonnenlicht in der Antarktis wieder stärker reflektiert und die befürchtete Erwärmung des Klimas zumindest gebremst - nämlich um etwa 0,5 Grad Celsius.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)