2. Juli 2012
Ab einer Tiefe von etwa 70 Metern beginnen in der zentralen Ostsee die Todeszonen. Das sind Bereiche, in denen es nur noch wenig oder gar keinen Sauerstoff gibt und Leben deshalb schwierig wird. Warum sich diese Zonen ausdehnen, haben Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung herausgefunden. Ihren Erkenntnissen zufolge ist nicht nur die Überdüngung der Ostsee mit Nährstoffen dafür verantwortlich. Auch hohe Temperaturen trügen dazu bei.
Wie die Leipziger Forscher im Fachjournal "Nature Climate Change" schreiben, gewannen sie ihre Erkenntnisse mit Hilfe von Sedimentkernen. An ihnen lasen sie ab, welche Bedingungen in den vergangenen rund 1.000 Jahren in der Ostsee herrschten.
Das Ergebnis: Schon im Mittelalter gab es Phasen, in denen das Wasser der Ostsee kaum Sauerstoff enthielt. Und damals sei es ähnlich warm gewesen wie heute.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)