2. Juli 2012
Noch ist Zeit, in Zentralasien eine extreme Islamisierung zu verhindern. Das ist das Fazit einer Analyse des Politikwissenschaftlers Arne Seifert. In Teilen Zentralasiens sei der Islam eine feste Größe, deren Bedeutung weiter wachsen werde - zum Beispiel auch in Kasachstan oder Kirgistan, die bisher eher als weniger religiös galten.
Der Forscher beruhigt: Es gebe nicht nur Extremisten, sondern auch moderate Kräfte, die durchaus an guten Beziehungen zu Europa interessiert seien. Deren Vertreter seien jedoch meist jung und könnten sich nicht gegen die säkularen Herrscher durchsetzen. Deswegen empfiehlt der Wissenschaftler der westlichen Politik, die moderaten islamischen Kräfte in Zentralasien zu unterstützen. Er warnt: Ansonsten könnten sich innerhalb der nächsten Generation die Extremisten durchsetzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)