2. Juli 2012

Dänemark: Selbstverwaltung für Bewohner der alternativen Siedlung Christiania

Die Kopenhagener Hippies und Hausbesetzer haben Grund zum Feiern. Am Abend hat ihnen der dänische Bauminister Martin Lidegaard die alternative Siedlung Christiania übergeben. Sie wird nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Staat nun von den Bewohnern verwaltet. Die Leitung hat der "Fonds Freistadt Christiania", der einmalig 11,5 Millionen Euro und eine jährliche Nutzungsgebühr zahlt. Dafür darf er neu bauen und ist verpflichtet, die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Christiania war früher ein Militärgelände. Nach dem Abzug der Armee entwickelten Hippies und Hausbesetzer dort ein alternatives Wohnprojekt. Der Kopenhagener Stadtteil wurde zum Symbol für Toleranz, war aber auch stets umstritten wegen Gewalt und Drogenhandel.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)