2. Juli 2012

Wissenschaftssoziologe: Peer-Review garantiert den Betrieb des Wissenschaftssystems

Sechs Augen sehen mehr als zwei. Das ist das Prinzip des Peer-Review-Verfahrens. Der Wissenschaftssoziologe Martin Reinhart kommt nach einer Untersuchung dieses Verfahrens in der Schweiz zu dem Schluss, dass es zur Selbstregulation des Wissensbetriebs führt. Im Gespräch mit der Zeitschrift "Horizonte" erklärte Reinhart weiter, dass es zudem zur Verteilung der Macht und dem Eindämmen von Konflikten beitrage.

Reinhart ist der Ansicht, dass das System in jedem Land Bestand haben kann. So gebe es das Verfahren auch in China. Das formalisierte Peer-Review scheine also so flexibel zu sein, dass man es überall einsetzen könne.

Peer-Review ist ein Verfahren, um wissenschaftliche Arbeiten zu beurteilen. Dabei begutachten Fachkollegen anonym andere Wissenschaftler aus dem gleichen Gebiet. Auf dem Weg wird teilweise über Forschungsgelder, aber auch über die Publikation in Fachzeitschriften entschieden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)