2. Juli 2012

Todesfalle Windrad: Fledermäuse aus Nordosteuropa verunglücken an deutschen Anlagen

Gut fürs Klima, schlecht für Fledermäuse: Die Rede ist von Windkraftanlagen. Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung haben jetzt nachgewisen, dass deutsche Windräder auch die Fledermauspopulationen anderer Länder dezimieren. Untersucht wurden vier Arten, die regelmäßig an Windkraftanlagen verunglücken. Dabei zeigte sich, dass die reisefreudigen Tiere oft aus dem Baltikum, aus Weißrussland oder Skandinavien stammten.

Untersuchungen haben ergeben, dass jährlich mehr als 200.000 Feldermäuse an deutschen Windkraftanlagen ums Leben kommen. Die Forscher des IZW sehen Deutschland in der Pflicht, weil die Energiewende negative Konsequenzen auf weit entfernte Ökosysteme in Nordosteuropa haben könnte. Fledermäuse spielen in Ökosystemenen eine wichtige Rolle, weil sie sich von schädlichen Insekten ernähren - und deren Populationen in Schach halten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)