3. Juli 2012

Gentechnik bringt laut Studie höhere Baumwoll-Erträge

Bessere Ernten durch Gentechnik: Eine Langzeitstudie der Universität Göttingen hat gezeigt, dass Kleinbauern in Indien höhere Erträge hatten, wenn sie auf gentechnisch veränderte Bauwollpflanzen setzten. Die Agrar-Forscher hatten sieben Jahre lang Daten zum Baumwollanbau in Indien gesammelt.

Im Fachmagazin "PNAS" berichten sie, dass die gentechnisch veränderten Pflanzen im Durchschnitt 24 Prozent höhere Erträge brächten als im konventionellen Baumwollanbau. Die sogenannte Bt-Baumwolle ist gegen bestimmte Schadinsekten (Bacillus thuringiensis) geschützt. In Indien ist sie weit verbreitet. Entsprechende Sorten werden dort nach Angaben der Göttinger Wissenschaftler auf rund 90 Prozent der Flächen angebaut.

Aus Sicht von Kritikern sind die Auswirkungen gentechnisch veränderter Pflanzen auf Umwelt und Artenzusammensetzung ungeklärt. Schädlinge könnten zum Beispiel resistent werden und sich noch stärker ausbreiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)