3. Juli 2012

Unentdeckt: Münchner Forscherinnen finden eine der Geburtsurkunden Amerikas

Eine der Geburtsurkunden Amerikas lag wohl jahrhundertelang unbemerkt in der Münchner Unibibliothek. Doch jetzt haben zwei Forscherinnen aus München die Weltkarte des Freiburger Kartographen Martin Waldseemüller entdeckt. Das 500 Jahre alte Exemplar gilt als eine der "Geburtsurkunden" Amerikas. Denn Waldseemüller hatte in dieser Zeit als erster dem Kontinent den Namen "America" gegeben.

Die jetzt entdeckte Karte war vor mehr als 200 Jahren vermutlich versehentlich in einem Geometrie-Band eingebunden worden.

Laut der LMU München ist die gefundene Karte eine Globussegmentkarte. Von dieser habe die Fachwelt bislang nur vier Exemplare gekannt. Das gefundene Werk sei das fünfte.

Vor sechs Jahren hatte Angela Merkel eine Weltkarte von Waldseemüller offiziell an die USA übergeben. Auf dieser findet sich erstmals überhaupt die Neue Welt mit der Bezeichnung "America". Waldseemüller habe den Seefahrer Amerigo Vespucci irrtümlich für den Entdecker des Kontinents gehalten und danach den Kontinent benannt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)