3. Juli 2012

Fortschritt bei der Herstellung künstlicher Organe

Sie sind dem Traum von künstlichen Organen etwas näher gekommen. Wissenschaftler der Universität von Pennsylvania und des Massachussetts Institute of Technology haben eine neue Technik vorgestellt, die helfen soll, aus künstlichen Zellen ganze Organe herzustellen.

Bisher ist es schwierig, künstliche Zellen über die Blutbahnen mit genügend Nährstoffen zu versorgen, wenn sie zu einem Gewebe zusammengefügt werden, das dicker ist als ein Millimeter. Nach dem Einpflanzen in den Körper können die Blutgefäße nicht alle Zellen erreichen. Die Folge: Die Zellen nehmen sich gegenseitig Sauerstoff und Nährstoffe weg - und sterben ab.

Deshalb sind die US-Forscher jetzt vorgegangen wie Bildhauer: Mit einem 3-D-Drucker produzierten sie zunächst ein Ader-System aus Zucker. Drumherum ordneten sie die künstlichen Zellen an und wuschen den Zucker wieder aus. So hatte das künstliche Organ zwischen den Zellen Raum für Blutgefäße.

Die Forscher hoffen, dass darin nach einer Transplantation Venen und Arterien wachsen, die dann die Zellen versorgen. Ausprobiert haben sie es aber noch nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)