3. Juli 2012
Styropor ist nicht gleich Spülschwamm - und Schaum damit nicht gleich Schaum. Dennoch sind beide, was ihre Struktur betrifft, eine Art "geregeltes Chaos" - denn die Materialentwickler versuchen, Schäumen im Labor möglichst ideale Eigenschaften für ihre spätere Anwendung zu verpassen.
Forscher der Universität Stuttgart haben jetzt eine neue Methode entwickelt, mit der sich ein stabiler, aber dennoch luftdurchlässiger Schaum herstellen lässt. Er soll sich zum Beispiel besonders zur Herstellung von Filtern eignen. Die Wissenschaftler stellten als Ausgangs-Substanz eine Emulsion aus Öl und Wasser her. Die feinen Tröpfchen dieses Gemischs stabilisierten sie mit einer Chemikalie. Dann schäumten sie das Ganze mit Stickstoff auf und lösten die Stabilisierungs-Substanz in einem dritten Schritt wieder auf. Übrig blieben feste Verbindungen, die aber dennoch bestimmte Stoffe oder Luft durchließen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)